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Studierende berichten

Emily Wittig 
1. Semester Ein-Fach-Bachelor Philosophie

… ich es spannend finde, mich mit grundlegenden Fragen über die Welt, den Menschen und unser Denken auseinanderzusetzen. Besonders gefällt mir, dass die Philosophie dazu anregt, Dinge zu hinterfragen, die im Alltag oft selbstverständlich erscheinen, und unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen. Durch die Beschäftigung mit philosophischen Texten habe ich gemerkt, wie vielseitig die Themen sind und wie unterschiedlich man sich bestimmten Fragen nähern kann.

… die angenehme Atmosphäre auf dem Campus und die Möglichkeit, durch den Integrativen Bachelor auch über das eigene Fach hinaus verschiedene Themenbereiche kennenzulernen. Besonders schätze ich, dass man sein Studium dadurch individueller gestalten und eigene Interessen einbringen kann. Die große Auswahl an Veranstaltungen ermöglicht es, unterschiedliche Bereiche zu entdecken und das Studium nach den eigenen Interessen auszurichten.

… dass man sich nicht von der eigenen Unsicherheit einschüchtern lassen muss. Am Anfang hatte ich die Sorge, dass andere Studierende bereits viel mehr Vorwissen mitbringen und ich erst viel nachholen müsste. Im ersten Semester habe ich aber gemerkt, dass man in den Veranstaltungen gut abgeholt wird und die Möglichkeit bekommt, sich Schritt für Schritt mit den Themen auseinanderzusetzen. Es lohnt sich, offen an die Inhalte heranzugehen und die vielen neuen Gedanken und Perspektiven auf sich wirken zu lassen.

… die Organisation meines Studiums. Besonders am Anfang war es ungewohnt, mit der Menge an Texten umzugehen und sich für verschiedene Veranstaltungen gleichzeitig vorzubereiten. Mit der Zeit lernt man, sich besser zu organisieren und einen Umgang mit den vielen Aufgaben und Inhalten zu finden.

… Logik. Ich finde es spannend, wie man lernt, die Struktur von Aussagen und Argumenten genauer zu verstehen und Schlussfolgerungen kritisch zu betrachten. Besonders gefällt mir, dass man dabei nicht nur den Inhalt einer Aussage betrachtet, sondern auch untersucht, wie Gedanken aufgebaut sind und ob sie logisch nachvollziehbar sind.

Julia 
2. Semester Ein-Fach-Bachelor Philosophie

… ich in der Schule bereits große Freude am Philosophieunterricht hatte. Es gibt wenig, das ich so sehr genieße, wie philosophischen Debatten zu lauschen und selbst daran teilzunehmen. Ich würde so weit gehen, zu sagen, dass das Philosophieren mich so sehr erfüllt, dass, wenn die Tätigkeit selbst nicht schon der Sinn meines Lebens ist, sie mir zumindest hilft, ihm näherzukommen.

… die Dozenten, der Campus und die Freiheit, Seminare zu wählen, die mein Interessengebiet voll und ganz abdecken. Durch den Integrativen Bachelor habe ich außerdem die Möglichkeit, Seminare und Vorlesungen anderer Fakultäten zu besuchen und mich über die Grenzen der Philosophischen Fakultät hinaus weiterzubilden.

… dass es besser ist, Fehler zu machen, anstatt dieses oder jenes gar nicht erst zu probieren. Fehler sind zwar selten schön, aber man kann viel aus ihnen lernen, und irgendwo muss man immer anfangen. Und ich hätte gerne gewusst, wie viele tolle Kommilitonen und Freunde ich im Studium treffen werde.

… nicht an einem hohen Workload zu verzweifeln und entspannter an Aufgaben und Abgaben heranzugehen. Irgendwann habe ich für mich verinnerlicht, dass ich meinen Abschluss unabhängig davon bekomme, ob ich gestresst oder entspannt durch das Studium gehe. Deswegen habe ich mich für die zweite Grundhaltung entschieden.

… Kant! Vor allem seine Ethik hat mich sehr in ihren Bann gezogen. Die Idee seines Absolutheitsanspruchs wird mich wahrscheinlich nie wieder loslassen. Generell finde ich die praktische Philosophie den interessantesten Themenbereich der Philosophie, da sie (wie der Name schon impliziert) praktisch ist und uns Aufschluss darüber geben kann, wie wir handeln und leben möchten.

Thorben Berndt 
2. Semester Ein-Fach-Bachelor Philosophie

… ich lernen möchte, meine Annahmen systematisch zu hinterfragen und Spaß daran habe, Themen aus verschiedenen Blickwinkeln zu analysieren. Ich habe mich speziell für den integrativen Bachelor entschieden, weil ich hauptsächlich an Philosophie interessiert bin. Andererseits ist meiner Meinung nach Philosophie dort am interessantesten, wo sie mit anderen Disziplinen wie der Psychologie, Medizin oder Jura interagiert. Der Ein-Fach-Bachelor bietet eben gerade die Möglichkeit, in viele verschiedene andere Disziplinen hineinzublicken.

… dass die Dozierenden alle engagiert und gut ansprechbar sind und in den Seminaren immer eine offene und respektvolle Diskussionsatmosphäre herrscht. Außerdem gefällt mir die große Bandbreite an Themen, für die man sich speziell in den Seminaren entscheiden kann. So kann man von Anfang an Schwerpunkte nach eigenem Interesse wählen.

… dass man keine Vorkenntnisse haben muss. Viel wichtiger sind Neugier, Offenheit und auch Geduld. Im Studium geht es oft weniger darum geht, die eine richtige Antwort zu finden, als vielmehr darum, durch systematisches Denken und Arbeiten zu neuen Einsichten zu gelangen. Manche Texte scheinen zu Beginn schwer zugänglich. Aber wenn man sie schließlich versteht, ist das ein großartiges Gefühl.

… der Umgang mit komplexen philosophischen Texten. Zu Beginn war es ungewohnt, Texte zu lesen, deren Argumentation sich nicht sofort erschließt. Mittlerweile merke ich aber, dass ich neue Texte deutlich strukturierter und mit mehr Geduld lesen kann. Auch wenn es verlockend ist, sofort die KI nach einer Erklärung zu fragen, habe ich gelernt, dass man sein Textverständnis vor allem durch eigenes Lesen und Nachdenken verbessert.

… ein Thema, welches ich vor dem Beginn des Studiums gar nicht auf dem Schirm hatte, nämlich Logik. Insgesamt hat mich aber die thematische Vielfalt des Studiums überrascht. Bisher gab es keine Vorlesung und kein Seminar, aus dem ich nicht etwas Interessantes mitnehmen konnte.

Mikael Gerami 
2. Semester Ein-Fach-Bachelor Philosophie

... ich mich allgemein für grundlegende Fragen interessiere. In meinem Heimatland spielte die Religion eine extrem wichtige Rolle dabei, die Fragen nach der Moral, dem Zugrundeliegenden der Welt, der Wissenswege usw. zu beantworten. Ich war mit religiösen Antworten nicht zufrieden, weshalb ich einen naiven Szientismus angenommen habe. Allerdings hat die Frage danach, wie ein solcher Szientismus überhaupt vertretbar ist, dazu geführt, dass ich die Auseinandersetzung mit der Philosophie begonnen habe, wo ich erfuhr, dass diese Position nur schwer vertretbar ist: Besonders die Diskussionen zwischen humeschen und kantischen Positionen hinsichtlich der Kausalität (als ein Grundbegriff der Naturwissenschaften) war für mich der Anfang dafür, dass selbst Wissenschaft nicht die endgültigen Antworten liefern kann. Dass solche Fragen so genau und ausgezeichnet in der Philosophie diskutiert werden und es immer noch kaum zu einem Konsens gekommen ist, ist genau das, was die Philosophie herausfordernd und gleichzeitig faszinierend macht. Das Analyseideal der Philosophie ist so hoch, dass selbst sie es kaum erreichen kann. Mir scheint es ganz offensichtlich, wie stark dieser Bereich den Ehrgeiz erwecken kann!

... abwechslungsreiches Kursangebobt, Flexibilität bei der Belegungsmöglichkeiten, spezialisiertes und freundliches wissenschaftliches sowie administratives Personal, verschiedene Angebote für die Erleichterung der Arbeitsintegration der Philosophie-Studierenden, und vor allem die Schwerpunktsetzung auf die analytische Philosophie sowie die neue Möglichkeit, Philosophie integrativ zu studieren: ohne Nebenfach, aber dafür mit den "Offenen Modulen", die es ermöglichen, Kurse aus ganz anderen Fakultäten zu belegen.

... dass die Universität auch wichtige Möglichkeiten für die Finanzierung des Studiums anbietet, etwa in Form der Stellenangebote an der Universität (etwa als Hilfskraft für Tutorien oder die Mitarbeit an verschiedenen Projekten und administrativen Tätigkeiten) oder durch Stipendien (wie z. B. Deutschlandstipendium), sodass die finanziellen Belastungen nicht so hoch sind, wie man es eventuell am Anfang denkt oder befürchtet.

... sehr viele, lange und typischerweise englischsprachige Texte in einer ziemlich kurzen Zeit zu lesen, und auch Präsentationen durchzuführen. Obwohl ich diese Schwierigkeit noch nicht komplett überwunden habe, und sogar der Meinung bin, dass Präsentationen immer zu einem gewissen Grad herausfordernd bleiben, habe ich nichtsdestotrotz den Eindruck, dass sie sich durch häufiges Üben und mit der Zeit deutlich verbessern lassen, und dass diese zwar nicht schnelle aber doch auffällige Erleichterung auch bei mir der Fall war. Im integrativen Philosophie-Studium ist es zudem eine neue Herausforderung, sich mit den Inhalten aus anderen Fakultäten zu befassen, was am Anfang fremd und aufwendig ist, aber sich eben mit der Zeit und Motivation deutlich verbessert.

… Erkenntnistheorie. Jede Behauptung, sei es deskriptiv (was ist der Fall?) oder normativ (was soll der Fall sein?) wirft die Frage auf, woher wir wissen, dass sie überhaupt stimmt. Erkenntnistheorie befasst sich genau mit der Frage, was überhaupt Wissen ist und wie es erlangt wird. Dies macht die Erkenntnistheorie zu einem der grundlegendsten Philosophie-Gebieten. Die Metaphysik ist mit kleinem Abstand mein zweiter Lieblingsbereid der Philosophie; sie befasst sich mit der Frage, was die elementarsten Entitäten und Zusammenhänge der Wirklichkeit sind, da werden etwa Begriffe wie Kausalität, Raum-Zeit, Materie, Geist usw. untersucht.

Antonia Jackels 
2. Semester Philosophie Ergänzungsfach

... sie meine Leidenschaft ist, und solchen nachzugehen dem Leben Bestand gibt.

... die Diskussionen in Seminaren.

... was LaTex ist.

… sind Unsicherheiten bezüglich dessen, wie man Argumente formuliert und eigene philosophische Texte schreibt.

… Erkenntnistheorie.

Victor Scholz 
4. Semester Philosophie Kernfach

… ich mich schon immer dafür interessiert habe. Es war nicht nur in der Schule eines meiner Lieblingsfächer, sondern auch Teil meiner Freizeit: Ich habe sehr viele YouTube-Videos über verschiedenste Themen geschaut. Vor allem hat mich die Debatte um Willensfreiheit und Determinismus begeistert und mich motiviert, weiter in die Materie einzutauchen. Die Philosophie hat mich schließlich auch kreativ gemacht: Ich habe angefangen zu schreiben, um meine Gedanken und Argumente in fiktiven Geschichten darzustellen und dadurch weniger trocken zu präsentieren. Das Studium hat mir dann geholfen, genau diese Ideen zu prüfen und in philosophische Debatten einzuordnen. 

… dass es so unglaublich frei ist. Nach dem Propädeutikum kann man die Kurse wählen, die einen besonders interessieren, und sich somit eigene Schwerpunkte setzen. Dazu kommt, dass man viele Kurse online besuchen und Abgaben online einreichen kann. Das hat mir vor allem während meines Auslandssemesters in Frankreich geholfen, weil es sich mit dem deutschen Semester überschnitten hat. Außerdem, und das hört sich jetzt erst einmal komisch an, gefällt mir auch, oft intellektuell gefordert und überfordert zu sein. Wenn es dann aber „klick“ macht, ist das ein enormes Erfolgserlebnis. Und keine Sorge: Die Dozierenden wissen das und werden euch immer fair benoten.

… dass man sich peu à peu seine eigenen Schwerpunkte setzt, dass das Philosophiestudium durchaus Karrieremöglichkeiten bietet und dass man sich früh um ein Auslandssemester kümmern muss.

… mich besser selbst zu organisieren. Dadurch, dass man seinen Stundenplan selbst zusammenstellen kann, ist man gezwungen, seine Zeit einzuschätzen und einzuteilen. Das kann am Anfang etwas überwältigend wirken, fühlt sich aber besser an, als einen vorgeschriebenen Stundenplan vorgelegt zu bekommen. Ich hatte auch Respekt vor meiner ersten Hausarbeit, weil man von Anfang bis Ende eine kohärente Argumentation aufbauen muss. Doch auch hier wird man unterstützt, und ich habe gelernt, dass es machbar ist.

… der Utilitarismus. Bevor ich das Seminar zum Utilitarismus besucht habe, hatte ich schon ein bestimmtes Bild von dieser Moraltheorie. Ich habe mich aber nicht nur getäuscht, sondern hatte auch keine Vorstellung davon, wie viele Subtheorien sich hinter Strömungen verbergen und wie man Moraltheorien generell bewertet. Ich habe also nicht nur etwas über den Utilitarismus gelernt, sondern vor allem, wie komplex philosophische Debatten sein können. Durch das Akzeptieren, dass es vielleicht keine „perfekte“ Moraltheorie gibt, weil jede Vor- und Nachteile mit sich bringt, hat sich auch mein Denken in alltäglichen Debatten verändert. Ich denke, ich bin offener für Debatten geworden und habe meine eigenen gesellschaftlichen und politischen Einstellungen differenzierter einordnen können. Ich übertreibe nicht: das Seminar hat bei mir einen „Aha-Moment“ ausgelöst.

Jacob Sultan 
4. Semester Philosophie Kernfach

… mich die Themen der philosophischen Disziplinen schon mein ganzes Leben interessieren. Speziell Fragen wie „Wer bin ich eigentlich? Wie funktioniert mein Verstand?“ und „Was kann ich Wissen? Woher kommt Wissen überhaupt?“ haben mich bereits vor dem Studium fasziniert und ich kann diese zwar (noch) nicht final beantworten, jedoch zumindest an diesen arbeiten und mein Verständnis erweitern. Auch hatte ich schon immer Freude am Lernen und daran, die hintergründigen und weniger evidenten Prozesse des Lebens zu verstehen. Das klingt alles schön und gut, lässt aber die Tatsache aus, dass Planlosigkeit auch ein nicht unwichtiger Faktor war. Es fehlte mir final auch schlicht an guten Alternativen.

… zum einen das zwischenmenschliche Klima an der HHU insgesamt, also der Umgang mit gleichgesinnten Kommilitoninnen, aber auch speziell an der Philosophischen Fakultät, da hier der Austausch und das Diskutieren von Ideen und Positionen zur Tagesordnung gehören. Darüber hinaus bietet die HHU sehr gute, überfachliche Weiterbildungsmöglichkeiten, sei es Beratung, Orientierung oder Qualifikation für den späteren Berufseinstieg.

… wie unterschiedlich Studieren im Vergleich zur Schule tatsächlich ist. Man muss zwar viel vom Studium selber organisieren, was sowohl Vor- als auch Nachteile hat, aber man ist auch grundsätzlich freiwillig dort und das änderte für mich grundlegend die Einstellung, mit welcher ich das Lernen angehe. Es nimmt einen also niemand an die Hand und zeigt, wo es lang geht und was zu tun, ist aber man hat auch die Freiheit und die Flexibilität, Vieles selber zu entscheiden und das Studium selber nach den eigenen Interessen zu gestalten.

… das Problem meiner Vergesslichkeit und das Einhalten von Fristen. Ähnlich zum Punkt der Selbstorganisation muss man hier Verantwortung selbst übernehmen. Mir hat besonders ein gut strukturierter, wöchentlicher Zeitplan geholfen. Außerdem habe ich in meinem Studium gelernt, wie wichtig es ist, echte Freundschaften zu knüpfen, diese zu erhalten und sich wirklich mit Anderen auseinander zu setzen. Freundschaften, welche noch aus der Schulzeit bestehen, sind ganz anders als die, die ich im Studium gefunden habe und da bin ich auch sehr froh drum.

… die Schnittstelle zwischen Philosophie und den Kognitionswissenschaften. Speziell dann also Themen wie Erkenntnistheorie, Philosophie des Geistes und die Zusammenhänge zur Psychologie, denn hier werden eben die Fragen gestellt und behandelt, welche mich seit je her interessieren.

Lea-Marie Emmer 
6. Semester Philosophie Kernfach

… dieses Studienfach mir die Möglichkeit bietet, mich intensiv und kritisch mit den grundlegenden Fragen menschlicher Existenz auseinanderzusetzen. Dabei geht es nicht nur um historische Einblicke in die Entwicklung philosophischer Denkweisen, sondern auch um die Schulung analytischen Denkens, logischer Argumentation und der Fähigkeit, komplexe Texte und Sachverhalte strukturiert zu erschließen.

… die große Vielfalt an Vertiefungs- und Wahlmöglichkeiten. Bereits in den Einführungsveranstaltungen konnte ich beispielsweise entscheiden, ob ich mich im Bereich Philosophiegeschichte auf die antike oder die mittelalterliche Philosophie konzentrieren möchte. Auch die weiterführenden Seminare bieten ein breites Spektrum spannender Themen, sodass individuelle Interessen gezielt vertieft und eigene Fähigkeiten weiterentwickelt werden können. Besonders schätze ich außerdem, dass die Dozent und Professor den philosophischen Austausch fördern und den Studierenden auf Augenhöhe begegnen.

… dass Philosophie weit mehr ist als Ethik und Gedankenexperimente. Das Fach ist viel facettenreicher und tiefgründiger, als es von außen oft erscheint. Philosophische Fragestellungen begegnen uns in nahezu allen Lebensbereichen und lassen sich auf unterschiedlichste Themen anwenden. Gleichzeitig wird der Umgang mit Sprache und wissenschaftlichem Schreiben intensiv geschult. Durch die erlernten analytischen Fähigkeiten und das wissenschaftliche Arbeiten hinterfrage ich heute Inhalte aus sozialen Medien, klassischen Medien und dem persönlichen Austausch deutlich bewusster und kritischer.

… der Umgang mit meinem Zeit- und Stressmanagement. Zu Beginn des Studiums habe ich mich häufig mit meinen Kommiliton:innen verglichen und dadurch unnötig unter Druck gesetzt. Während andere fast täglich an der Universität waren, habe ich meine Veranstaltungen bewusst auf bestimmte Tage gelegt, um an den übrigen Tagen Zeit für die Vor- und Nachbereitung zu haben. Inzwischen weiß ich, welche Lernstruktur für mich am besten funktioniert. Auch in stressigen Klausurphasen oder bei vielen gleichzeitigen Abgaben gelingt es mir, meine Zeit realistisch zu planen und Herausforderungen mit Zuversicht zu begegnen.

… die Wissenschaftskommunikation und das Vertrauen in die Wissenschaft. In diesem Themenfeld konnte ich meine persönlichen Interessen mit gesellschaftlich hochaktuellen Fragestellungen verbinden. Dabei wurde mir besonders deutlich, wie vielfältig Philosophie einsetzbar ist und wie eng ihre verschiedenen Teildisziplinen miteinander verknüpft sind. Ethik, Logik, analytisches Denken und Sprachphilosophie greifen hier sinnvoll ineinander und zeigen, wie philosophische Ansätze konkrete gesellschaftliche Fragestellungen bereichern können.

Urban Stauch 
6. Semester Philosophie Kernfach

… ich mich einerseits schon immer für sehr viele unterschiedliche Themen interessiert habe und andererseits aber oft das Gefühl hatte, diese Themen nicht wirklich verstehen zu können, ohne mich mit den ihnen zugrundeliegenden Fragen beschäftigt zu haben. Im Philosophieunterricht in der Schule habe ich dann gemerkt, dass es mir auch wahnsinnig viel Spaß macht, mich mit diesen Fragen zu beschäftigen. Im Studium hat sich daraus eine richtige Faszination entwickelt. Außerdem liebe ich es, gemeinsam mit anderen Leuten, die die gleiche Leidenschaft haben wie ich, konstruktiv diskutieren und dabei mit- und voneinander lernen zu können. 

…, dass wirklich viele außergewöhnlich liebe und offene Dozierende und Mitarbeitende bei uns am Institut sind. Dadurch haben die Seminare alle eine sehr angenehme und respektvolle Atmosphäre. Außerdem gibt es im Studienverlauf eine gute Balance zwischen allgemeinen Überblicksveranstaltungen am Anfang und Seminaren zu spezifischen Inhalten später im Studium. Das macht nicht nur den Einstieg leichter, sondern führt auch dazu, dass man im späteren Verlauf des Studiums die Themen gut einordnen kann. 

…, dass es überhaupt nichts Negatives ist, wenn man etwas nicht direkt versteht oder etwas „Falsches“ sagt. Natürlich hatte ich das vor meinem Studium auch schon von anderen Menschen gesagt bekommen, richtig verinnerlicht hatte ich es aber nie. Ich habe aber jetzt die Erfahrung gemacht, wie wichtig ein kollektives Lernen für’s Philosophieren ist und dafür sind Nachfragen und Denkanstöße unerlässlich. Und, natürlich, dass der Logikkurs im ersten Studienjahr überhaupt nicht so schlimm ist, wie man es vielleicht in der Ersti-Woche irgendwo aufschnappt.

… teils anspruchsvolle Literatur effizient und trotzdem gewinnbringend durcharbeiten zu können. Man bekommt verschiedene Techniken an die Hand, aus denen man eine eigene Methode entwickelt, um mit komplexen Inhalten umgehen zu können. Das hat mir übrigens auch außerhalb des Studiums geholfen, Sachverhalte wesentlich schneller zu begreifen.

… gar nicht so leicht zu benennen, weil ich bisher kaum mit Themen konfrontiert wurde, die mir nicht gefallen haben. Wahrscheinlich sind es aktuell aber die Geschichte der Philosophie und die Wissenschaftstheorie. An der Philosophiegeschichte mag ich sehr, dass man sich mit Positionen beschäftigt, die ein völlig anderes Weltbild als unser heutiges voraussetzen. Zum einen wird die Auseinandersetzung mit diesen Texten dadurch oft zu einer Detektivarbeit, wenn man versuchen möchte zu erkennen, was genau gemeint ist. Zum anderen helfen diese Positionen mir sehr dabei, meine eigenen aktuellen Ansichten zu reflektieren. Der historische Blick auf die Philosophie ist meiner Meinung nach außerdem ein gutes Mittel, um die verschiedenen (auch gegenwärtigen) Strömungen besser verstehen zu können. Ich interessiere mich zudem allgemein für Geschichte und studiere diese auch im Ergänzungsfach. Für mich sind historische Texte deswegen oftmals wie Fenster in die Vergangenheit. Die Wissenschaftstheorie gefällt mir besonders, weil sie viele Teilaspekte der Philosophie in sich vereint. So spielen in ihr Erkenntnistheorie und Metaphysik, aber auch historische, soziologische und ethische Überlegungen eine wichtige Rolle. 

Asvini Karunananthavel 
2. Semester Philosophie Master

… ich die Welten, in der wir leben, hinterfrage und ihre Grenzen und Möglichkeiten teste. Anfangs wollte ich mich mit unterschiedlichen Theorien beschäftigen, um bestimmte Realitäten erklären zu können. Nun will ich selber Theorien entwickeln, die meiner Community zugute kommen. 

… dass es Raum nach oben gibt. Bisher konnte ich immer meine Forschungsinteressen in Hausarbeiten und in der Bachelorarbeit verfolgen, dank der offenen Geister der Dozierenden hier. Diese Interessen konnte ich im Rahmen der angebotenen vielfältigen Seminaren weiterentwickeln und vertiefen.

… dass ich keine großen Sorgen machen muss, keinen Fuß in eine (ganz oder annähernd) philosophische Tätigkeit fassen zu können. Durch die angebotenen Seminare im Masterstudium werden uns Wege in unterschiedliche Berufe gezeigt, die entweder philosophische Kompetenzen fordern, philosophische Inhalte abdecken oder sogar in der philosophischen Forschung liegen. Man* wird hier mit den Sorgen nicht allein gelassen.

… das Aufstellen von Thesen - und auch das Vortragen vor einer großen Menschenmenge. Die eine Fähigkeit habe ich durch Textarbeiten in den Seminaren angelernt, die andere durch die Teilnahme an einer Veranstaltung, die sich mit Philosophie in der Öffentlichkeit befasst. 

… Philosophie der Fiktion, genauer fiktive Gegenstände gewesen, mit denen ich in der Metaphysik Vorlesung in Kontakt kam. Ich beschäftigte mich damit, wie wir mit fiktiven und nicht-fiktiven Gegenständen umgehen und wie sie im Bezug zu unserer realen Welt und uns selbst stehen. Gerade setze ich mich mit aktuellen Gesellschaftsfragen auseinander - ich gehe von Fragen aus wie: Wie gebe ich meiner Community Wissen zurück? Wie geben wir aus unserer bestimmten Position heraus indigenen Gemeinschaften zurück? Ich bewege mich daher zwischen sozialer Erkenntnistheorie, politischer Philosophie und nicht-westliche Logiken. 

Julian Kettermann 
4. Semester Philosophy & Economics Master

… ich die Schnittstelle zwischen analytischer, konzeptueller Arbeit und praktischer, angewendeter Arbeit zutiefst überzeugend finde und denke, dass dieses Zusammenspiel den Verstand, sowie den Charakter auf eine Art und Weise prägen, wie es kaum ein anderer Studiengang könnte.

… die enge Verbindung zu den Dozierenden und Studierenden durch die limitierten Kohortengröße. Das bietet Raum für eigene Ideen, offene Diskussionen und wunschgeleitete Studienschwerpunkte in einem extrem hohem Maß.

… wie anspruchsvoll es sein würde, als Student der Geisteswissenschaften den Einstieg in vertiefende volkswirtschaftliche Themen zu wagen. Eine adäquate Vorbereitung und Lernkreise unter Studierenden helfen da enorm, direkt auf einem hohen Niveau mithalten zu können.

… die Vielfalt an Studienhintergründen der Kommiliton:innen und Dozierenden bestmöglich zu nutzen um von verschiedenen Perspektiven profitieren zu können. Man lernt sehr stark, wie man in Kontexten unterschiedlicher Wissensvorsprünge voneinander lernen und sich gegenseitig als Team stärken kann.

… das Anwendungsmodul mit Deloitte Deutschland. Die Möglichkeit, in enger Unterstützung innerhalb kleiner Gruppen ein ganzes Semester lang eine Fallstudie zu bearbeiten und strukturell unbeantwortete Fragen zu bearbeiten, ist nicht nur ein angenehmer Ausgleich zu Studienunterricht gewesen, sondern war in seiner fordernden und offenen Art eine vergleichslose Möglichkeit seine eigenen Fähigkeiten im Team auf die Probe stellen zu können.

Griet Leffers 
4. Semester Philosophy & Economics Master

… ich meinen Horizont erweitern, meine eigenen Annahmen hinterfragen und mich persönlich wie fachlich weiterentwickeln wollte. Zwischen Bachelor und Master habe ich mehrere Jahre Berufserfahrung als Projektmanagerin in einem internationalen Unternehmen gesammelt und dabei gemerkt, dass ich genau diese Verbindung aus Praxis und gedanklicher Tiefe suche. Die Philosophie schult mich darin, präzise mit Begriffen zu arbeiten, vor der Bearbeitung die Fragestellung klar zu fassen und sauber zu argumentieren. Außerdem habe ich gelernt, dass Lösungen oft eine bewusste Reduktion von Komplexität verlangen. In den Veranstaltungen der Volkswirtschaftslehre erkenne ich dann besser, welche Zielsetzungen und Annahmen einem Modell zugrunde liegen und wie man sie hinterfragen und weiterdenken kann.

… dass die Dozent:innen so sympathisch, nahbar und konstruktiv sind und dass wir als Studierende sehr unterschiedliche fachliche Hintergründe mitbringen. Ich habe den Eindruck, dass alle gefordert werden und dass wir als kleine Kohorte viel Raum für offene Diskussionen haben. Genau aufgrund dieser verschiedenen Perspektiven lernen wir sehr viel voneinander. Besonders gut fand ich außerdem das Anwendungsmodul bei Deloitte, in dem wir das Gelernte in intensiver Gruppenarbeit umsetzen und dabei eng mit den Berater:innen zusammenarbeiten konnten.

… dass ich zum Ende des Studiums eher das Gefühl haben würde, nichts zu wissen. Schon ein einziges Problem, ein einziger Begriff, lässt sich erstaunlich breit diskutieren. Genau das hat mir aber beigebracht, demütig zu bleiben und mich zugleich bewusst zu fokussieren, statt alles abdecken zu wollen.

… dass ich mich nach den Jahren im Job erst wieder ins Studieren einarbeiten musste; ich war es nicht mehr gewohnt, und die erste Zeit fühlte sich an wie ein Sprung ins kalte Wasser. Geholfen hat mir, dass ich in der VWL an bekannte Themen anknüpfen konnte und so mehr Zeit für die philosophischen Veranstaltungen hatte; dazu kamen die Einführungskurse und der Austausch unter uns Studierenden. Außerdem war es sehr hilfreich, dass mir Kommiliton:innen mit Philosophie-Bachelor gute Bücher für den Einstieg empfohlen haben.

… Normen und Normkognition. Nachzuvollziehen, wie sich unter anderem der Begriff der Ideologie fassen lässt und was unter Skripten und Schemata verstanden werden kann, fand ich sehr interessant. Die Auseinandersetzung hat mir geholfen, die Vielschichtigkeit gesellschaftlicher Transformation besser zu verstehen und nachzuvollziehen, wodurch sich gesellschaftliche Muster verfestigen oder verändern.

Marie Westhoff 
4. Semester Philosophy & Economics Master

… ich die Kombination der beiden Wissenschaften sehr interessant und zukunftsrelevant finde. Mir macht es Spaß, Probleme aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und mögliche Lösungen zu diskutieren – eben genau das, was Inhalt des Masters Philosophy & Economics ist.

… die enge Vernetzung mit den Mitstudierenden, aber auch mit den Dozierenden. Ich weiß, dass ich jederzeit jemanden um Rat fragen kann und nicht auf mich alleine gestellt bin. Dadurch macht mir das Studium gleich viel mehr Spaß!

… wie viele mathematische Formeln mich in den wirtschaftswissenschaftlichen Modulen erwarten. Für mich ohne einen wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund sind diese Module schon anspruchsvoll gewesen, aber trotzdem machbar! 

… das Aneignen und Verstehen von wirtschaftswissenschaftlichen Begriffen/Theorien/Modellen direkt auf Masterniveau. Und weil ich zum ersten Jahrgang des Studiengangs gehöre, haben meine Mitstudierenden und ich auch kleine Startschwierigkeiten, wie zum Beispiel fehlende Prüfungsanmeldungen, gut gemeistert.

… Experimental Economics! Diese Veranstaltung nimmt nämlich zum Beispiel auch die Wissenschaft der Psychologie mit auf, was mich wegen meines Bachelors in Psychologie sehr angesprochen hat.