Forschung

Hier finden Sie eine Übersicht über alle Forschungsprojekte, die an der Professur angesiedelt oder an denen Prof. Dr. Markus Schrenk und seine Mitarbeiter beteiligt sind.

DFG Forschergruppe Inductive Metaphysics; Projekt A2: Die Rolle kreativen abduktiven Schließens für die Induktive Metaphysik, insbesondere im Vergleich zu anderen metaphysischen Methoden (Phase 2)

Die Forschungsgruppe „Induktive Metaphysik“ (FOR 2495) geht am 1. April in die zweite Förderperiode. Prof. Dr. Gerhard Schurz und Prof. Dr. Markus Schrenk sind mit drei Projekten und vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern maßgeblich daran beteiligt. Die auf sieben Universitäten in NRW verteilte Forschungsgruppe wird für weitere drei Jahre von Prof. Schurz als Sprecher koordiniert werden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligte für die zweite Förderperiode über drei Millionen Euro, von denen 1.104.350 Euro an die HHU fließen.

Das übergeordnete Anliegen dieser Forschungsgruppe ist es, eine neue Konzeption der Methodologie von Metaphysik zu entwickeln. Es soll aufgezeigt werden, dass metaphysische Prinzipien nicht durch Vernunftargumente allein beantwortet werden können, sondern auf empirische Quellen und induktive Schlüsse gestützt werden müssen. Während beispielsweise Immanuel Kant die Theorie der Kausalität als apriorische Voraussetzung von Erfahrung zu begründen suchte, besitzen jüngere Theorien der Kausalität empirische Konsequenzen, an denen sie überprüft werden können.

In dem von Schurz und Schrenk geleiteten methodischen Zentralprojekt der Forschungsgruppe wird die Reichweite der abduktiven Methodologie in der Metaphysik in enger Kooperation mit den anderen acht Teilprojekten untersucht. Im Zentrum stehen dabei die komplementären Begriffe der nomologischen Notwendigkeit versus Interventionsfreiheit sowie die Methodologie der metaphysischen Modellbildung und Modellerklärung. In den weiteren Projekten geht es unter anderem um die verallgemeinerte und kulturelle Evolutionstheorie.

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Text: Victoria Meinschäfer

DFG Forschergruppe Inductive Metaphysics; Projekt A2: Die Rolle kreativen abduktiven Schließens für die Induktive Metaphysik, insbesondere im Vergleich zu anderen metaphysischen Methoden (Phase 1)

Zusammen mit Gerhard Schurz, Christian Feldbacher-Escamilla, und Siegfried Jaag. Das Ziel dieses Projektes ist es, kreatives abduktives Schließen (creative abductive inference; CAI) und den Schluss auf die beste Erklärung (inference to the best explanation; IBE) als Methoden der Induktiven Metaphysik zu erforschen. Im ersten Teil dieses Projekts (A2.1, Schurz) werden die generellen Methoden (CAI/IBE) entwickelt und ihre Eignung für die Metaphysik kritisch untersucht. Für die Unterscheidung zwischen gehaltvollen Abduktionen und leeren post- fact Spekulationen untersuchen vier Kriterien, die in der Literatur vorgeschlagen wurden: (i) Analogie, (ii) Vereinheitlichung, (iii) Common Cause Abduction und (iv) unabhängige Überprüfbarkeit. Auf der Basis ausgewählter metaphysischer Konzepte (wie z. B. Außenwelt-Realismus, natürliche Notwendigkeit, Kausalität und kausale Kraft) untersuchen wir zusammen mit A2.2 (Schrenk) in wie weit ausgewählte metaphysische Abduktionen aus der Metaphysik- Literatur diese Kriterien erfüllen. Dies führt auf natürliche Weise zum zweiten Teil, A2.2, des Projekts. Hier stehen drei Forschungsziele im Mittelpunkt: (1) A2.2 untersucht und entkräftet mehrere potenzielle Kritikpunkte an der Induktiven Metaphysik, die sowohl spezifisch auf CAI und IBE als auch allgemein auf Induktive Metaphysik abzielen. (2) Zusammen mit A2.1 untersucht es kritisch, ob und in wie weit CAI und IBE bereits in der gegenwärtigen Metaphysik verwendet werden. (3) Es vergleicht CAI und IBE mit anderen Erkenntnismethoden und Argumentationsformen der gegenwärtigen Metaphysik und untersucht, ob diese in das Programm der Induktiven Metaphysik integrieren werden können.

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Ehemalige Forschungsprojekte

DFG Forschergruppe: Kausalität, Gesetze, Dispositionen und Erklärungen am Schnittpunkt von Wissenschaft und Metaphysik, Phase II (2014–2016)

PI, mit Professor Oliver R. Scholz (Münster): Wir untersuchen und evaluieren Möglichkeiten und Methoden der Wissenschaftsmetaphysik und erforschen ihre historische Entwicklung, angefangen beim Metaphysik-skeptischen Logischen Empirismus bis hin zur heutigen florierenden analytischen Metaphysik der Wissenschaften.

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Fellowship Award Durham Ermergence Project (Templeton Stiftung, 2014–2016)

Zusammen mit Dr. Juha Saatsi (PI, Leeds) und Dr. Alexander Reutlinger (München). Wir möchten verstehen, wie und ob ein Emergenzbegriff für Naturgesetze definiert werden kann.. Insbesondere schauen wir uns dazu den better best systems account der Naturgesetze an, der uns vielversprechend für die Möglichkeit von Emergenz zu sein scheint (siehe Cohen & Callender 2009, Schrenk 2007, 2014).

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Sonderforschungsfond (SFF) der HHU Düsseldorf für das Projekt:

Modality and the Resistance against Intentional Actions
(Laufzeit 12.2015 bis 12.2016; zusammen mit Professor Kann und Professor Schurz)

Professor

Univ.-Prof. Dr. Markus Schrenk

Gebäude: 23.32
Etage/Raum: U1.69
Tel.: +49 211 81-12920
Fax.: +49 211 81-11750

Sprechzeiten

Im Online-Semester WiSe20/21: flexibel nach Vereinbarung per Email als Telefonat, WebEx-, Skype-, Facetime-, Zoom-, etc. Meeting

Sekretariat

Dr. Eva Kellner

Gebäude: 23.32
Etage/Raum: U1.68
Tel.: +49 211 81-12321
Fax.: +49 211 81-11612321

Sprechzeiten

Das Sekretariat ist in der vorlesungsfreien Zeit nur unregelmäßig oder aber nach vorheriger Vereinbarung besetzt.

Ich bin per Mail erreichbar. BNs kann ich Ihnen gerne als Scan zusenden.

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenProf. Dr. Markus Schrenk