Ereignis

Titel:
Markus Kleinert: „Pathos und Ironie: Kierkegaard und die Existenzphilosophie“

Datum / Uhrzeit:
25.11.19   /  16:30 - 18:00

Veranstalter:
Dennis Sölch und Oliver Victor


Beschreibung:

Im Rahmen der Ringvorlesung „Geschichte und Gegenwart der Existenzphilosophie“ laden wir herzlich ein zu einem Vortrag von

Markus Kleinert: „Pathos und Ironie: Kierkegaard und die Existenzphilosophie“

Abstract:

Die Anziehungskraft, die Kierkegaards Werk auch und gerade auf die Existenzphilosophie ausübt, beruht nicht nur auf spezifischen Themen, sondern auf dem Stil seiner „Wirksamkeit als Schriftsteller“. Kennzeichnend für den Stil des „subjektiv existierenden Denkers“ und „religiösen Schriftstellers“ ist eine Verbindung von Pathos und Ironie, leidenschaftlicher Eindeutigkeit und verstörender Vieldeutigkeit. Sie ist bereits im pseudonymen Debüt Entweder – Oder(1843) ausgeprägt, aus dem in der Vorlesung vor allem das häufig vernachlässigte „Ultimatum: Das Erbauliche, das in dem Gedanken liegt, dass wir gegen Gott immer unrecht haben“ genauer betrachtet werden soll. Wie problematisch Kierkegaards literarisch-komplexer Stil aus philosophischer Sicht auch erscheinen mag, er widersetzt sich zumindest der Reduktion auf einen pathetischen Existentialismus oder postmodernen Relativismus.

Zur Person:

PD Dr. Markus Kleinert, seit 2008 Leiter der Kierkegaard-Forschungsstelle am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt. Studium der Germanistik und Philosophie in München, Pisa und Kopenhagen. 2004 Promotion in München mit der Arbeit Sich verzehrender Skeptizismus. Läuterungen bei Hegel und Kierkegaard (Berlin / New York 2005). 2003-2008 Assistent für Philosophie / Kunsttheorie an der Akademie der Bildenden Künste München. 2019 Habilitation (Neuere deutsche Literatur) in Göttingen mit der Arbeit „Andere Klarheit. Versuch über die Verklärung im Spannungsfeld von Kunst, Religion und Philosophie“. Mitherausgeber der Deutschen Søren Kierkegaard Edition. Neuere Veröffentlichungen: zus. m. Gerald Hartung (Hg.), Humor und Religiosität in der Moderne, Wiesbaden 2017; zus. mit Hermann Deuser (Hg.), Sokratische Ortlosigkeit. Kierkegaards Idee des religiösen Schriftstellers, Freiburg / München 2019.


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