Eintrag

Titel:
Jürgen Kippenhan: „Camus und das Absurde“

Datum / Uhrzeit:
11.11.19   /  04:30 pm - 06:00 pm

Veranstalter:
Dennis Sölch und Oliver Victor


Beschreibung:

Im Rahmen der Ringvorlesung „Geschichte und Gegenwart der Existenzphilosophie“ laden wir herzlich ein zu einem Vortrag von

Jürgen Kippenhan: „Camus und das Absurde“

Abstract:

Nicht selten trifft man auf Menschen, die einem alles erklären können. Dies erweist sich bei näherer Prüfung aber oft als Unvermögen, Dissonantes auszuhalten. Was sich nicht einer nomologischen Erklärung fügt, wird als belastende Irritation empfunden. Das gilt wahrscheinlich für alle von uns. Dabei - und dies macht Albert Camus sichtbar - treffen wir hier auf eine Grunderfahrung, der es sich zu stellen gilt. Eine sich der Erkenntnis und vorgängigen Sinnverweisung verweigernde - und damit als absurd erfahrene - Welt ist überhaupt die Ausgangsbedingung für all die - nicht selten gefährlichen - Sinnstiftungen und Welterklärungen, die die Menschen umtreiben und nicht selten zum gegenseitigen Feind machen. Albert Camus lässt erkennen, wie sehr dahinter oft Verzweiflung steckt und: dass es keine Ausflüchte oder falschen Auswege gibt.

Zur Person:

Dr. Jürgen Kippenhan hat in Bochum, Bonn und Aachen Philosophie und Sozialwissenschaften studiert und promovierte sich mit einer Arbeit über die Möglichkeit künstlicher Intelligenz. Zunächst war er Hochschulassistent in Aachen, dann Gastdozent an einer brasilianischen Universität und nun ist er Lehrbeauftragter am philosophischen Institut der RWTH Aachen. Zudem ist er Begründer des LOGOI (Institut für Philosophie und Diskurs, Aachen) und Mitbegründer der deutschen Albert-Camus-Gesellschaft.


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