03.02.2020 10:41

Konsequenzen des Populismus für den öffentlichen Diskurs

Ist eine argumentative Auseinandersetzung mit Populisten möglich, wenn fundamentale Prämissen nicht geteilt werden? Bis zu welchem Punkt lässt man sich auf grundlegende Debatten mit Populisten ein und welcher Anspruch lässt sich an politische Argumentationen formulieren?

Diese und ähnliche Fragen waren am 28.01 Thema der Podiumsdiskussion ‚Konsequenzen des Populismus für den öffentlichen Diskurs‘ im Landtag NRW. Landtagspräsident André Kuper hatte die Veranstalter Julian Pöhling vom Institut für Philosophie der HHU und Michael Angenendt vom Institut für Deutsches und Internationales Parteienrecht und Parteienforschung (PRuF) eingeladen und sprach am Abend das Grußwort. Zusammen mit den Gästen Frau Brigitte Baetz (Deutschlandfunk), Herrn Prof. Dr. Frank Decker (Universität Bonn) und Herrn Prof. Dr. Christoph Lumer (Universität Siena) diskutierten Herr Angenendt und Herr Pöhling die Herausforderungen des Populismus aus einer argumentationstheoretischen Perspektive. Gefüllte Reihen, viele Fragen aus dem Publikum und rege Gespräche im Nachgang zeugten von einem großen Interesse am Inhalt und Format der Veranstaltung.

Die Podiumsdiskussion stellte den Abschluss einer Vortragsreihe im Rahmen des Lehrprojektes ‚Populistische Argumentation: ein hölzernes Eisen? Philosophische und politikwissenschaftliche Perspektiven‘ dar. Dieses wurde von der HHU im Rahmen der Förderlinie der Bürgeruniversität unterstützt und setzte sich zum Ziel, für die Verletzung argumentativer Standards im öffentlichen Diskurs durch populistische Rhetorik zu sensibilisieren und Argumentationskompetenz in der Bevölkerung zu fördern. Das Gesamtprojekt wird im März mit einer Ausstellung der Ergebnisse der Studierenden abgeschlossen. Ausführliche Informationen zum Gesamtprojekt finden sich auf der Projektseite: streitgespraeche.wordpress.com.

 

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