Prof. Dr. Gerhard Schurz

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Univ.-Prof. Dr. Gerhard Schurz

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Ausgewählte Bücher

Philosophy of Science - A Unified Approach

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(Routledge, New York, 2013, 456 S.)

Philosophy of Science: A Unified Approach combines a general introduction to philosophy of science with an integrated survey of all its important subfields. As the book's subtitle suggests, this excellent overview is guided methodologically by "a unified approach" to philosophy of science: behind the diversity of scientific fields one can recognize a methodological unity of the sciences. This unity is worked out in this book, revealing all the while important differences between subject areas. Structurally, this comprehensive book offers a two-part approach, which makes it an excellent introduction for students new to the field and a useful resource for more advanced students. Each chapter is divided into two sections. The first section assumes no foreknowledge of the subject introduced, and the second section builds upon the first by bringing into the conversation more advanced, complementary topics. Definitions, key propositions, examples and figures overview all of the core material. At the end of every chapter there are selected readings and exercises (with solutions at the end of the book). The book also includes a comprehensive bibliography and an index.


Wahrscheinlichkeit

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(De Gruyter, Berlin, 2015, 224 S.)

Während in den experimentellen Wissenschaften fast ausschließlich von statistischer Wahrscheinlichkeit die Rede ist, verstehen in der Philosophie einflussreiche Bayesianer Wahrscheinlichkeit durchweg im subjektiven Sinn rationaler Glaubensgrade, wogegen die dritte Gruppe der mathematischen Wahrscheinlichkeitstheoretiker diesen Interpretationskonflikt ignoriert. In diesem Buch wird die Auffassung vertreten, dass man beide Wahrscheinlichkeitsbegriffe benötigt, weshalb ein dualistischer Ansatz entwickelt wird, dem es darum geht, Brückenprinzipien zwischen beiden Wahrscheinlichkeitsbegriffen herauszuarbeiten. In Anlehnung an einen bekannten Passus von Kant lässt sich die dualistische Position so formulieren: Subjektive ohne statistische Wahrscheinlichkeitstheorie ist blind, statistische ohne subjektive Wahrscheinlichkeitstheorie ist leer. Die dualistische Position bedeutet jedoch nicht, dass alles, was in beiden Positionen behauptet wurde, übernommen werden kann; dies würde zu Widersprüchen führen. In beiden Positionen müssen gewisse Anteile fallen gelassen werden, um zu einer kohärenten dualistischen Wahrscheinlichkeitstheorie zu gelangen.


Werte in den Wissenschaften. Neue Ansätze zum Werturteilsstreit

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(Herausgegeben von Gerhard Schurz und Martin Carrier, Suhrkamp, Berlin, 2013, 462 S.)

Welche Rolle spielen Werte in den Wissenschaften? Diese Frage bildet den Kern des Werturteilsstreits, einer der nachhaltigsten Debatten der Wissenschaftsphilosophie und Sozialphilosophie. Nach einem ersten Höhepunkt in den 1960er und 1970er Jahren wurde in jüngster Zeit eine Reihe neuer Ansätze zu diesem Thema entwickelt. Der Band präsentiert neue Aufsätze zum Werturteilsstreit, zum Teil in deutscher Erstübersetzung, sowie historische Schlüsseltexte der Debatte. Er bietet einen umfassenden Überblick über eine der wichtigsten Fragen der Wissenschaft.

 


Die multiparadigmatische Stuktur der Wissenschaften

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(Herausgegeben von Stephan Kornmesser und Gerhard Schurz, Springer, Wiesbaden, 2014, 365 S.)

Nach der Auffassung Thomas S. Kuhns ist in einer wissenschaftlichen Disziplin, die einen bestimmten Reifegrad erreicht hat, stets genau ein Paradigma vorherrschend, welches die normalwissenschaftliche Entwicklung bestimmt. In diesem Sammelband wird untersucht, ob im Widerspruch zu Kuhn Paradigmenkonstellationen existieren, in denen mehrere Paradigmen über einen langen Zeitraum parallel existieren und unterschiedliche, sich z.T. widersprechende Erklärungsmuster für dieselben Gegenstandsbereiche bereitstellen. Zu diesem Zweck haben die Herausgeber Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Soziologie, Physik, Musikpädagogik, Erziehungs-, Politik-, Sprach-, Kultur- und Sportwissenschaft eingeladen, die Paradigmenstrukturen ihrer Wissenschaften anhand eines einheitlichen Begriffsapparates zu analysieren. Es stellt sich heraus, dass sich Kuhns Position als nicht adäquat erweist und durch ein differenzierteres Wissenschaftsverständnis abgelöst werden muss.


Evolution in Natur und Kultur. Eine Einführung in die verallgemeinerte Evolutionstheorie

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(Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, Januar 2011)

Zum Inhalt dieses Buches: Wie entstand komplexes Leben - bis hin zum Menschen - aus der ersten Zelle? Das war die Frage, die der Begründer der biologischen Evolutionstheorie Charles Darwin in seinerzeit skandalerregender Weise beantwortete. Doch man kann weiterfragen: Was kam davor? Wie entstand die erste Zelle selber? Wie entstand unser Planetensystem? Wem oder was verdankt unser Universum die lebensfreundlichen Parametersetzungen? Und was kam danach? Was änderte sich, als der zivilisierte Mensch die Bühne der Evolution betrat? Nach welchen Prinzipien entwickelt und verändert sich seine Kultur, soziale Organisation, Technik und Kognition? Zu diesen Fragen gibt es mittlerweile einheitliche Antworten im Rahmen eines übergreifenden Theoriegebildes, der /verallgemeinerten Evolutionstheorie/. Dieses Gebiet wird im vorliegenden Werk erstmals als Gesamtdarstellung interdisziplinär und philosophisch entwickelt und dem Leser in einfacher und anschaulich illustrierter Weise nahegebracht. Die biologische Evolution, den aktuellsten Wissensstand widerspiegelnd, hat darin ebenso ihren Platz wie die kulturelle Evolution und die Konzeption der Meme. Ebenso gehören die präbiologisch-kosmische Protoevolution, die Auseinandersetzung mit dem Kreationismus, die evolutionäre Spieltheorie und die mathematisch-wissenschaftstheoretischen Grundlagen der verallgemeinerten Evolutionstheorie dazu. Das Buch schließt mit einer Analyse der Evolution von sozialer Kooperation, Kognition und Weltanschauung im Spannungsfeld von Rationalität und Irrationalität.

 


Reliable Knowledge and Social Epistemology: Essays on the Philosophy of Alvin Goldman and Replies by Goldman (Ed. with Markus Werning)

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(Rodopi 2010)

Diese Sonderausgabe dokumentiert die Ergebnisse eines Workshops über und mit Alvin Goldman an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im Mai 2008. Das Thema war "Verlässliches Wissen und Soziale Erkenntnistheorie". Dieser Band enthält die schriftlichen Versionen aller beim Workshop präsentierten Aufsätze, auf fünf Kapitel aufgeteilt und gefolgt von Alvin Goldmans Antworten im sechsten und letzten Kapitel.

 


The Is-Ought Problem. An Investigation in Philosophical Logic

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(Trends in Logic - Studia Logica Library Vol. 1, Kluwer, Dordrecht, 1997, ca. 330 S.)

In diesem Buch wird das traditionelle philosophische Sein-Sollen Problem mit den Mitteln moderner Logik untersucht. Der Anfang enthält eine ausführliche Einführung in die moderne verallgemeinerte Modallogik. Am Ende finden sich mehrere Anwenundungskapitel, in welchen die Konsequenzen der erzielten Resultate für aktuelle ethische Fragen aufgezeigt werden. 

Referee's comments: " ... the most complete and in-depth work written on the logical treatment of Hume's Law. It has the rare quality of being an authentic work of philosophical logic, in the sense that it uses logical techniques - even highly sophisticated and new ones - to address a specific theme of philosophical reflection, without restricting itself to pure formal research ..." 

 


Law and Prediction in the Light of Chaos Research (Ed. with P. Weingartner)

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(Lecture Notes in Physics Vol. 473, Springer, New York, 1996, ca. 290 p.)

Wie die Relativitätstheorie und die Quantenphysik ist die Chaostheorie eine weitere herausragende Innovation der Physik des 20. Jahrhunderts, das tiefe und weitreichende Diskussionen in der Wissenschaftsphilosophie ausgelöst hat. In diesem Band diskutieren herausragende Wissenschaftler die Konsequenzen der Chaostheorie für unsere Begriffe des Gesetzes und der Vorhersage.

Inhalt

Part I: Laws of Nature in the Light of Chaos 
I. Prigogine: Time, Chaos, and the Laws of Nature 
B. Chirikov: Natural Laws and Human Prediction 
J. Lighthill: Comment on Boris Chirikov's Paper 
G. Nicolis: Natural Laws and the Physics of Complex Systems 
P. Weingartner: Under What Transformations are Laws Invariant? 
M. Stöckler: Contingency and Fundamental Laws 

Part II: Determinism and Chaos 
D. Miller: The Status of Determinism in an Uncontrollable World 
G. Schurz: Kinds of Unpredictability in Deterministic Systems 
H.P. Noyes: Decoherence, Determinism and Chaos Revisited 
P. Suppes: Photons, Billiards, and Chaos 
Part III: Chaos, Complexity and Order 
R.W. Batterman: Chaos: Algorithmic Complexity vs. Dynamical Instability 
H. Haken, A. Wunderlin, S. Yigitbasi: On the Foundations of Synergetics

 


Koexistenz rivalisierender Paradigmen (Hg. mit P. Weingartner)

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(Westdeutscher Verlag Wiesbaden, 1998, ca.180 Seiten)

Das Buch dokumentiert die Resultate einer interdisziplinären Projektgruppe an der Universität Salzburg, welche sich die systematische Erforschung von Koexistenzformen und Kooperationsmöglichkeiten rivalisierender Paradigmen zum Ziel gesetzt hat. 

Inhalt: 
G. Schurz: Koexistenzweisen rivalisierender Paradigmen 
G. Arnreiter und P. Weichhart: Rivalisierende Paradigmen im Fach Geographie 
H. Prendinger: Paradigmen bei Planerstellungsmethoden in der Künstlichen Intelligenz 
J.J. Hagen: Paradigmenkonkurrenz in den Rechtswissenschaften am Beispiel des 
Verhältnisses von Rechtsdogmatik und Rechtssoziologie 
H.-J. Herber: Ein Paradigmenvergleich: 'Interesse' aus pädagogischer und psychologischer 
Sicht 
M. Gabriel: Paradigmenrivalitäten theoretisch kompatibler Handlungstheorien im Bereich 
individualistischer Sozialtheorie 
H.B. Strack: Paradigmenentwicklung und Paradigmenkoexistenz: Plädoyer für eine Analyse 
nach dem populationsgenetischem Modell 
Über die Autoren

 


Erklären und Verstehen in der Wissenschaft (Hg.)

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Oldenbourg (Scientia Nova), München, 1988, 1990 (paperback, ca.340 S.)

Dieser Band enthält deutsche Übersetzungen von bedeutenden jüngeren wissenschaftstheoretischen Aufsätzen auf dem Gebiet des Erklärens und wissenschaftlichen Verstehens. 

Inhalt: 
Gerhard Schurz: Einleitung 
Bas van Fraassen: Die Pragmatik des Erklärens 
Peter Gärdenfors: Die Epistemologie des Erklärens 
Raimo Tuomela: Eine pragmatisch-nomologische Theorie des wissenschaftlichen Verstehens 
Michael Friedman: Erklärung und wissenschaftliches Verstehen: Die Vereinheitlichung der Gesetze 
Philip Kitcher: Erklärung durch Vereinheitlichung: Die Rolle der Argumentmuster 
Gerhard Schurz: Was ist wissenschaftliches Verstehen? 
Karel Lambert: Prolegomenon zu einer Theorie des wissenschaftlichen Verstehens 
(Liste problematischer Beispiele, Sach- und Personenregister)

Verantwortlich für den Inhalt: E-Mail sendenProf. Dr. Gerhard Schurz (Redakteur: Alexander Christian)