Weltanschauungsanalyse zwischen Philosophie und Literaturwissenschaft

Aussagen über religiösen Glauben, politische Ziele oder den Sinn des Lebens, so wird gemeinhin gesagt, gehören nicht zur Wissenschaft, sondern zur Weltanschauung. Doch was ist eine Weltanschauung? Wie äußert sie sich ? kognitiv oder emotiv? Benötigt jeder Mensch eine Weltanschauung? Sind Weltanschaungen grundsätzlich subjektiver Natur? Oder gibt es wahre und falsche Weltanschaungen? Diesen und ähnlichen Fragen werden wir im vorliegenden Seminar nachgehen. Das fächerübergreifende Seminar befasst sich mit Konzepten der Weltanschauungsanalyse und Ideologieforschung sowie mit Möglichkeiten ihrer praktischen Anwendung in Philosophie und Literaturwissenschaft. In den ersten Sitzungen stellen die Dozenten ihre theoretischen Ansätze vor. Danach werden – teils in Textsitzungen, teils in Vorträgen – vielfältige Fragestellungen behandelt. Informationen zum Studien- und Forschungsschwerpunkt Mythos, Ideologie und Methoden unter undefinedwww.petertepe.de und undefinedwww.mythos-magazin.de


Literaturhinweise:

Topitsch, Ernst (1979): Erkenntnis und Illusion, Hoffman und Campe, Hamburg.
P. Tepe: Theorie der Illusionen. Essen 1988. Eventuell weitere Texte von mir.
Schurz. Gerhard (2009): "Theorie der Weltanschauungen und Musils Der Mann ohne Eigenschaften", in: K. Mulligan und A. Westerhoff (Hg.), Robert Musil: Ironie, Satire, falsche Gefühle, mentis, Paderborn.
Schurz, Gerhard (2003): "Sind Menschen Vernunftwesen? Über den Zusammenhang von Evolution und Kognition", Information Philosophie 2003/5, 16-27.

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