04.12.2019 10:28

Fake News oder nicht? – Das Publikum hat entschieden!

Im voll besetzten Saal des Hauses der Universität diskutierten die Besucher*innen im Rahmen der interaktiven philosophischen Vortragsreihe „denXte“ mit Prof. Dr. Thomas Grundmann (Köln) über das angemessene Verständnis des Begriffs „Fake News“.

Ob als Kampfbegriff für die strategische Diffamierung politischer Gegner*innen oder als wichtige Kategorie zur Beschreibung täuschender Nachrichten – Der Ausdruck „Fake News“ ist zu einer wichtigen Vokabel zur Beurteilung von Nachrichten geworden. Dabei kommt es darauf an was wir darunter konkret verstehen wollen: Reicht es, dass eine Nachricht bloß nicht zutreffend ist oder wollen wir den Urheber*innen gleichzeitig eine Täuschungsabsicht unterstellen? Was, wenn sie solche Unwahrheiten selbst glauben, es ihnen eigentlich nur um Aufmerksamkeit geht, oder etwas nicht berichtet wird, was aber berichtenswert wäre?  
Im Gedankenexperiment wurden Auswirkungen verschiedener möglicher Auffassungen auf solche Fälle erprobt. Für 25% der Teilnehmer*innen veränderte die philosophische Diskussion ihre Sicht auf die Thematik besonders – Sie entschieden sich um. 
Auch der anschließende Ausklang des Abends, in kleineren Runden und angenehmer Atmosphäre, wurde genutzt, um noch weitergehende fruchtbare Gedanken zu entwickeln. 

Die nächste Gelegenheit, die eigene Intuition auf die Probe zu stellen, bietet sich am 16.01.2020 um 19 Uhr im Haus der  Universität:  
Ziehen wir authentische Erfahrungen einem künstlichen, nur vorgetäuschten Glück vor, auch wenn die wirklichen Erfahrungen nicht so freudvoll sein sollten? Im Gedankenexperiment von Prof. Dr. Elke Brendel (Bonn) werden die Anwesenden darüber diskutieren wie wichtig die Authentizität des eigenen Erlebens ist und schließlich darüber entscheiden: „Wie wollen wir leben?“  

Mehr erfahren: www.denXte.de

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